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Länger, größer und einfach wunderschön

Das Weihnachtskonzert des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums im Kastulusmünster

Fotos: Stephan Hager

Mehr als 200 Mitwirkende, mehr als eineinhalb Stunden Musikgenuss, weihnachtliche Stimmung pur. Das Weihnachtskonzert des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums im Kastulusmünster erfüllte mehr als nur Elternherzen mit Freude. Der Donnerstagabend sorgte für die perfekte Einstimmung auf‘s Fest. Mittlerweile sind es auch mehr mitwirkende Gruppen als je zuvor, denn es gibt nun drei Big-Band-Klassen. Die Klasse mit den Anfängern, die 5d, durfte – oder musste? – beginnen und meisterte den ersten öffentlichen Auftritt an den noch neuen Instrumenten sehr gut. „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und „Jingle Bells“ wurden vorsichtig und langsam vorgetragen, wirkten dadurch aber auch schön rund. Lebhafter spielte dann schon die Big-Band-Klasse 6b, und richtig schwungvoll wurde es etwas später bei der Big-Band-Klasse 7b, deren „Feliz Navidad“ richtig Spaß machte. Dazwischen sang der Unterstufenchor – wie stets sehr zart, hier auch präzise trotz der anspruchsvollen Lieder wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. Der Mittelstufenchor konnte mit tollen Einzelstimmen im schönen Ganzen begeistern – so bei „Wieder naht der heilige Stern“. Effektvoll wurde es dann mit dem Bläser-Ensemble. Die Gruppe teilte sich im Kirchenraum auf. Hinzu kamen die Orgel von der Empore und der im Chorraum stehende Oberstufenchor. Das ergab ein wunderbares Ganzes, das die Lichteffekte rund um den Leinberger-Altar noch unterstrichen. Überhaupt war die unterschiedliche farbige Beleuchtung eine sehenswerte Bereicherung des Konzertabends. Klangreise ums Lagerfeuer Noch einmal trat der Unterstufenchor auf. Beim „Gloria“ übernahm Lennard Hofmann aus der 6b die Rolle des Solisten und begeisterte mit seiner wunderschönen Knabenstimme. Begleitet wurde der Unterstufenchor übrigens von Christoph Bichlmeier (Q11) am Keyboard, wobei er sich wie schon bei anderen Gelegenheiten als hervorragender Pianist erwies. Etwas ganz Spezielles hatte sich die Sambagruppe einfallen lassen. Statt Latino-Rhythmen gab es eine Komposition der Schülerinnen Clara Michel und Anna Winkler aus der Q12 zu hören wie auch zu sehen und das, obwohl es leise und dunkel war – kurzum eine winterliche Klangreise um ein scheinbares Lagerfeuer. Schön und wiederum mit tollen Einzelstimmen überzeugte schließlich der Oberstufenchor. Danach gab es noch mehr zu hören vom Bläser-Ensemble, dem Mittelstufenchor und dem Oberstufenchor. Selten Gehörtes überwog im ganzen Konzert und überzeugte durchweg. Fast melancholisch und ebenso bezaubernd wie intensiv: „Fly, fly, fly“ vom Mittelstufenchor mit Pia Elfinger am Cello. Beim „Ave Maria“ des Oberstufenchors fiel dann erneut Christoph Bichlmeiers großartiges Klavierspiel auf. Vor dem großen Finale gab es noch ein verspieltes und launiges „Carol of the bells“ zu hören. Dann durften alle Mitwirkenden „Macht hoch die Tür“ anstimmen und holten sich damit den verdient großen Applaus der vielen Zuhörer. Knallharte Nächstenliebe Noch unerwähnt blieben die immer wieder eingestreuten Sprechbeiträge. Stefan Pellmaier übernahm hierbei souverän die Begrüßung. Vom „Weihnachten der Tiere“ berichtete Tobias Rottmann. Diese erkannten: Das Kind ist das Wichtigste an Weihnachten. Aber ob das auch die Menschen wissen ? Christoph Steer, seit Kurzem der stellvertretende Schulleiter, entdeckte Weihnachten als das Fest, an dem es um „knallharte Nächstenliebe“ geht. Auch Schülersprecherin Marina Schorgg plädierte dafür, Zeit und Liebe zu verschenken. Für Dank und gute Wünsche, vor allem Glück und Geruhsamkeit, sorgte zuletzt Schulleiterin Claudia Theumer. Das Konzert gemütlich ausklingen lassen konnte das Publikum zuletzt am Glühweinstand hinter dem Kastulusmünster.