Konzept Lernen daheim 3.0 des KRvFG

Notwendigkeit der Anpassung

Obwohl wieder regulärer Präsenzunterricht stattfinden soll, bereiten wir das „Lernen daheim“ von vornherein mit genügend Zeit vor. Falls es wieder zu Einschränkungen beim Präsenzunterricht kommt, sind Schüler und Lehrkräfte bereit, den Unterricht zügig umzustellen und möglichst nahtlos weiterzuführen.

Zusätzlich ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Gestaltung des Präsenzunterrichts, wenn die Möglichkeiten des „Lernen daheim“ mit einbezogen werden.

Ein weiterer Aspekt besteht darin, die im letzten Schuljahr neu erworbenen Fähigkeiten bei Schülern und Lehrkräften zur Vermittlung von Wissen über digitale Medien nicht vergessen zu lassen, sondern zu pflegen und auszubauen.

Ein letzter Grund für die Anpassung besteht in den Rückmeldungen an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, die daraus folgende Liste von Hinweisen zum Distanzunterricht (KMS vom 16.07.2020 V.2-BO 5200.0-6b.58 836) und dem Rahmenkonzept zum Distanzunterricht vom 01.09.2020.

Vereinbarungen zum Lernen daheim

Vorbereitungen, Zusammenarbeit im Klassenteam

  1. Alle Lehrkräfte am KRvFG verwenden für die Verteilung der Arbeitsaufträge und Materialien Mebis. Unterstützung erhält man von den Mebis-Koordinatoren und den in Mebis hinterlegten Tutorials im Kurs Mebis-Anleitungen. Zu Beginn des Schuljahrs legt jede Lehrkraft für jede Unterrichtsgruppe einen Mebiskurs an und überprüft, ob alle Schülerinnen und Schüler der Gruppe Zugriff auf den Kurs haben. Bei parallel geführten Klassen reicht ein Kurs. Der Name des Kurses folgt dem Muster Klasse-Fach-NameLehrkraft, z.B. 7a- Mathematik-Steer oder 6a6b-Deutsch-Theumer.
    Findet Präsenzunterricht statt, dann können die Schülerinnen und Schüler für zu Hause (zusätzlich zu Mebis) z.B. mit kopierten Arbeitsblättern, Arbeitsheften oder ins Heft übernommenen Arbeitsaufträgen für eine Woche versorgt werden (ähnlich wie beim wochenweisen A-/B-Wechsel). Es handelt sich um Hausaufgaben z.B. über eine ganze Woche oder über eine oder mehrere Unterrichtsstunden.
  2. Die Klassenleitungen überprüfen, ob für ihre Klasse für jedes Fach ein Mebiskurs eingerichtet ist. Die Klassenleitungen erkundigen sich außerdem in regelmäßigen Abständen, z.B. alle zwei Wochen, beim Klassenteam nach Auffälligkeiten (z.B. Schüler ohne Beteiligung) oder Besonderheiten (z.B. ein aufwändiges Projekt in einem Fach) und geben entsprechende Rückmeldungen an das Klassenteam. Falls die Schule schließen muss oder Klassen ausgeschlossen werden müssen, dann wird der Austausch der Lehrkräfte intensiviert.

Arbeitsaufträge

  1. Die von den Schülerinnen und Schüler an einem Unterrichtstag zu bearbeitenden Arbeitsaufträge orientieren sich am Stundenplan der jeweiligen Klasse.
  2. Der Umfang der Arbeitsaufträge orientiert sich an der Länge und der Anzahl der Unterrichtsstunden des Fachs im Stundenplan.
  3. Arbeitsaufträge und Materialien werden direkt in Mebis erstellt, in Mebis verlinkt, als PDF- Dokument in Mebis zur Verfügung gestellt oder auf Bücher und Arbeitshefte hingewiesen. Arbeitsaufträge und Materialien werden so aufbereitet, dass ein Ausdrucken in der Regel nicht notwendig ist.
  4. Zu jedem Arbeitsauftrag und zu jeder Aufgabe erhalten die Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht oder in Mebis Hinweise zum Vorgehen (z.B. Lerntipps, Strukturierungshilfen, Zwischenergebnisse, Bearbeitungszeiten), in welcher Form der Arbeitsauftrag erledigt werden soll (z.B. Hefteintrag mit Datum, Arbeitsblatt ausfüllen etc.) und die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu überprüfen. Eine Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler zu den erledigten Aufgaben erfolgt zeitnah im Präsenzunterricht oder über Mebis.
    Es wird nicht möglich sein, alle Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler zu korrigieren. Hilfen und Lösungen können gegebenenfalls digital zur Verfügung gestellt werden. Überprüft wird in diesem Fall die Erledigung des Arbeitsauftrags und die Kontrolle der Ergebnisse erfolgt analog zu herkömmlichen Hausaufgabenbesprechungen durch die Schülerinnen und Schüler selbst.
  5. Falls es zu Schul- oder Klassenschließungen kommt und deshalb Schülerinnen und Schüler die Schule an Unterrichtstagen nicht besuchen können, sind die Schülerinnen und Schüler verpflichtet, die Arbeitsaufträge dieser Tage jeweils bis zur nächsten Unterrichtsstunde zu bearbeiten, soweit nichts anderes mit der zuständigen Lehrkraft vereinbart wurde.
  6. Die Erledigung von Hausaufgaben und Arbeitsaufträgen in Mebis gehört zu den Pflichten einer Schülerin bzw. eines Schülers. Zugleich bleibt die Situation für Familien und Kinder in der Woche zu Hause weiter schwierig und muss in jedem Fall berücksichtigt werden. Es macht einen großen Unterschied, aus welchen Gründen ein Arbeitsauftrag nicht erledigt werden konnte. Nichterledigte Hausaufgaben oder Arbeitsaufträge können nachgefordert werden und, mit Augenmaß, Erziehungsmaßnahmen verhängt werden.
    Eltern müssen die erledigten Aufgaben Ihrer Kinder nicht korrigieren, bei Unklarheiten oder Fragen sollen sich die Kinder an die zuständige Lehrkraft wenden. Eltern können Ihr Kind aber dadurch unterstützen, dass sie sich regelmäßig nach der Erledigung der Aufgaben erkundigen und sich die Hefteinträge etc. zeigen lassen. Es gibt aktuelle Untersuchungen (Zierer 2020), dass die Begleitung beim Lernen und die Wahrnehmung der geleisteten Lernarbeit positive Effekte auf den Lernerfolg haben. Die Begleitung kann dabei dem Alter entsprechend sehr unterschiedlich, z.B. von „sich gemeinsam an einen Tisch setzten“ bis zur Nachfrage, ob alle Aufgaben erledigt wurden bzw. ob alles geklappt hat, erfolgen.

Kontakt halten

  1. Falls es zu einer Schulschließung kommt oder einzelne Klassen vom Unterricht ausgeschlossen werden müssen und deshalb Schülerinnen und Schüler die Schule an Unterrichtstagen nicht besuchen können, erstellt die Lehrkraft der ersten Unterrichtsstunde im Mebiskurs eine Umfrage. In diese Umfrage müssen sich alle Schülerinnen und Schüler in der Zeit von 8:00 Uhr bis 8:20 Uhr eintragen, die Lehrkraft der ersten überprüft die Anwesenheit bis 8:30 Uhr.
    Falls es zu einem wochenweisen Wechselmodel kommt, wird keine morgendliche Anwesenheitskontrolle durchgeführt.
    Die Schülerinnen und Schüler sind zur aktiven Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtet. Die Erziehungsberechtigten sind verpflichtet, die Schule unverzüglich unter Angabe eines Grundes darüber zu unterrichten, wenn ihr Kind verhindert sein sollte, am Unterricht teilzunehmen. Die Regelungen für Befreiungen bzw. Beurlaubungen gelten auch im Distanzunterricht. (Rahmenkonzept zum Distanzunterricht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 01.09.2020)
  2. Allen Schülerinnen und Schülern müssen Rückfragen zu den Arbeitsaufträgen ermöglicht werden und es muss eine Antwort in angemessener Zeit erfolgen, da die Schülerin oder der Schüler ohne die Antwort evtl. nicht weiterarbeiten kann. Es bietet sich an, weiterhin Mebis als Möglichkeit für Rückfragen zu verwenden.

Leistungserhebungen

Über Mebis vermittelte neue Inhalte können auch Bestandteil von Leistungserhebungen sein. Es ist möglich, während der Schulschließung einen schriftlichen Leistungsnachweis in der Schule unter Wahrung der Hygienevorschriften durchzuführen.

Außerdem ist es möglich, dass von den Schülerinnen und Schülern zu Hause erledigte Aufgaben, z.B. die Ergebnisse einer Projektarbeit, benotet werden oder während einer Videokonferenz Unterrichtsbeiträge erhoben werden.

Sonstiges

  1. Es besteht die Möglichkeit, sich (kostenlos) Tablets für die Arbeit mit Mebis etc. von der Schule auszuleihen. Bitte wenden Sie sich an das Sekretariat.
  2. Die Eltern und Kinder werden wie bisher auch über unser Konzept in einem Elternbrief informiert. Zusätzlich wird das Konzept auf unserer Schulhomepage und im Elternportal veröffentlicht.